Von Spannern und Spinnern

Von Spannern und Spinnern

Der Frühling kam dieses Jahr zeitig – und mit ihm die ersten grünen Spitzen an meinen jungen Apfelbäumchen. Rückblickend auf die schlechten Erfahrungen des letzten Jahres wollte ich Blattläusen und Ameisen diesmal keine Chance geben – also lieber spritzen als das Leben der Apfelbäume riskieren. Was aber spritzt man, ohne ein allzu schlechtes Gewissen zu bekommen? Zum Glück gibt es den Fachberater – und der konnte aus dem Stegreif gleich mehrere Austriebsspritzmittel nennen. Ich hechtete also los in die Baumärkte und fragte nach Folidol, dem einzigen Mittel, das mir bekannt vorkam. Leider war ein Mittel dieses Namens gänzlich unbekannt. (Die Verkäufer waren alle noch sehr jung.) Im Internet wurde ich fündig: Dieses Mittel ist seit 2002 verboten, weil es das gefährliche E605-Gift enthält.

Der Fachberater zuckte nur die Achseln und meinte: Ihr müsst richtig zuhören, Leute! Ich habe gesagt, dass dieses Mittel nicht mehr zugelassen ist. Nimm z.B. Promonal oder ParaSommer. Gesagt, getan und seither sind Blattläuse kein Thema mehr. 

 

Aber was ist das? Die zarten Blättchen an den Zweigspitzen sind zerfressen und sehen aus, als hätten junge Spinnen dort zum ersten Mal Netzespinnen geübt. Ich biege ein Blatt auf und sehe eine kleine grüne Raupe. Ich untersuche weitere Triebe und finde noch ein halbes Dutzend Raupen. Außerdem begegnet mir auch eine größere putzmuntere braun gemusterte Raupe. Zufällig ist im Stauferpark gerade Gartenmesse. Ich sammle ein paar Exemplare in ein Kapernglas und zeige es am Gärtnereistand. Die kleinen Grünen werden sogleich als Frostspannerraupen identifiziert, die großen Braunen bleiben unbekannt. Als Gegenmittel wird mir Calypso empfohlen. Ich will nicht schon wieder spritzen und kontrolliere stattdessen regelmäßig die Apfelbaumtriebe. Außerdem komme ich im Internet auch den braunen Raupen auf die Spur: Es gibt den kleinen Frostspanner (grün) und den großen Frostspanner (braun). Meine Gartennachbarn sind überzeugt, dass ihre Bäume clean sind, bis sie sich die Triebspitzen ansehen…

Im Herbst werde ich jedenfalls rechtzeitig (bis Mitte September) Leimringe an Bäumen und Pfählen anbringen!

 

Nun steht uns ja eine neue Invasion bevor: Die NWZ hat schon vor dem Eichenprozessionsspinner gewarnt. Zum Glück gibt es in der Gartenanlage keine Eichen, nur Linden. Aber wer weiß – war nicht schon im Nibelungenlied von einem Lindwurm die Rede?

 

 

                                                                                               29.04.2014 Jürgen Anlauf

 

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